Stand: 29. Oktober 2026 · Englische Fassung
Sprachfassungen. Diese AGB liegen in deutscher und englischer Fassung vor. Für Kunden mit Sitz in Deutschland ist die deutsche Fassung maßgeblich; im Übrigen die englische Fassung, sofern das Angebot nichts anderes bestimmt.
Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen („AGB“) gelten für die Leistungen der Aurora AI Solutions Studio UG (haftungsbeschränkt), Friedhofstr. 10, 70191 Stuttgart, eingetragen beim Amtsgericht Stuttgart unter HRB 805284, USt-IdNr. DE463430205 („Aurora“, „wir“).
Aurora erbringt Prozessberatung, KI-Prozessanalysen mit Umsetzungsfahrplan, kundenseitige ERP-Projektleitung sowie die Konzeption und Umsetzung individueller Prozessautomatisierungen und Integrationen. Wartung, Unterstützung und laufender Betrieb können gesondert vereinbart werden. Art und Umfang der beauftragten Leistungen ergeben sich aus dem individuellen Angebot. Der Auftrag kann Leistungen ohne KI sowie Leistungen mit ausdrücklich vereinbartem KI-Einsatz umfassen. Die Nutzung von Aurora CapacityOS, einer bestimmten technischen Engine, eines Dashboards, einer bestimmten Hosting-Umgebung oder eines Modellanbieters ist nicht automatisch Bestandteil des Auftrags. CapacityOS-spezifische Regelungen gelten ausschließlich für ausdrücklich beauftragte CapacityOS-Leistungen.
Mit Abschluss eines Auftrags (§ 3) oder der Nutzung einer von Aurora bereitgestellten Oberfläche erkennt der Kunde diese AGB an. Die Leistungen richten sich an Unternehmer im Sinne des § 14 BGB. Nutzt ausnahmsweise ein Verbraucher (§ 13 BGB) die Leistungen, gelten ergänzend die zwingenden Verbraucherschutzvorschriften (§ 12).
Selbstständig angebotene Softwareprodukte von Aurora mit eigenen Nutzungsbedingungen, etwa ChaseList (chaselist.helloaurora.ai), unterliegen ausschließlich diesen eigenen Bedingungen; diese AGB gelten für sie nicht.
Die folgenden Funktionsbeschreibungen gelten nur für ausdrücklich beauftragte CapacityOS-Prozessmodule und im vereinbarten Umfang. Sie beschreiben nicht pauschal andere individuelle Automatisierungs- oder Integrationsleistungen.
Die über Aurora CapacityOS betriebenen Prozessmodule umfassen:
Die konkreten Abläufe, die überwachten Postfächer oder Kanäle, die verwendeten Referenzunterlagen und die freigabeberechtigten Personen werden für jeden Auftrag gesondert festgelegt (§ 3). Aurora darf die zugrunde liegende technische Plattform, die Modelle und die Infrastruktur jederzeit weiterentwickeln, sofern der vereinbarte Leistungsumfang erhalten bleibt.
Je nach Auftrag unterstützt Aurora den Kunden bei der Klärung von Anforderungen und Verantwortlichkeiten, der Projektsteuerung und der Abstimmung mit Umsetzungspartnern. Zum vereinbarten Umfang können außerdem die Vorbereitung einer Datenmigration, etwa für Bestände, Finanzdaten oder Anlagen, die Organisation, Begleitung und Dokumentation von Anwenderabnahmetests (UAT), Schulungs- und Veränderungsmaßnahmen sowie die Vorbereitung von Entscheidungen über die Produktivsetzung gehören. Diese Beispiele sind kein pauschal zugesagter Leistungsumfang.
Das Angebot beschreibt die vereinbarten Tätigkeiten und Arbeitsergebnisse. Soweit ein bestimmter abnahmefähiger Erfolg geschuldet wird, sind dieser und die zugehörigen Abnahmekriterien im Auftrag festzulegen. Maßgeblich sind der vereinbarte Leistungsinhalt und die gesetzlichen Vorschriften, nicht allein die Bezeichnung des Auftrags.
Die Verantwortung eines Umsetzungspartners für dessen technische Leistungen bleibt unberührt. Fachliche Freigaben und Entscheidungen über die Produktivsetzung verbleiben bei den dafür benannten Verantwortlichen des Kunden. Aurora bleibt für die ordnungsgemäße Erbringung der eigenen vereinbarten Leistungen verantwortlich. Eine fachliche UAT-Freigabe ist nicht ohne Weiteres die rechtsgeschäftliche Abnahme einer Leistung von Aurora oder eines Umsetzungspartners.
Umfang, Zielsysteme, Schnittstellen, Datenflüsse, vereinbarte Funktionen und Arbeitsergebnisse werden im Angebot oder einer zugehörigen Leistungsbeschreibung festgelegt. Dies umfasst gegebenenfalls eine individuell entwickelte Oberfläche; ein Dashboard ist keine Voraussetzung. Ebenso werden die Zuständigkeiten für Bereitstellung, Hosting, Betrieb, Wartung, Support und erforderliche Lizenzen vereinbart. Diese Aufgaben können je nach Auftrag bei Aurora, dem Kunden oder beauftragten Dritten liegen. Laufender Betrieb durch Aurora ist nicht automatisch Bestandteil einer Umsetzung.
Soweit ein bestimmtes abnahmefähiges Ergebnis geschuldet ist, werden Leistungsumfang, Abnahmekriterien, Testvoraussetzungen und Übergabe im Auftrag konkretisiert. Die rechtliche Einordnung richtet sich nach dem vereinbarten Leistungsinhalt und dem anwendbaren Recht. Eine Abnahme der Leistungen von Aurora ersetzt keine eigenständige fachliche oder sicherheitsbezogene Freigabe für die Produktivsetzung beim Kunden.
Der Einsatz von KI, externen Modellschnittstellen oder CapacityOS sowie erforderliche menschliche Prüf- und Freigabeschritte werden, soweit vorgesehen, ausdrücklich festgelegt. Aus Beschreibungen bestehender CapacityOS-Funktionen ergibt sich keine Zusage gleicher Funktionen für eine individuelle Lösung.
Die Leistungen werden über ein individuelles schriftliches Angebot oder eine Auftragsbestätigung vereinbart. Dies schließt Angebote über unsere Rechnungsplattform oder per E-Mail ein; nachfolgend werden sie jeweils als „Angebot“ bezeichnet. Inhalte auf helloaurora.ai sind eine Aufforderung zur Anfrage, kein bindendes Angebot. Der Vertrag kommt zustande, wenn der Kunde ein Angebot in Textform annimmt oder beide Parteien ein Vertragsdokument unterzeichnen.
Aurora bietet derzeit folgende Leistungsarten an:
Weicht ein Angebot von diesen AGB ab, geht das Angebot vor. Soweit Preise nicht ausdrücklich auf helloaurora.ai genannt sind, werden Vergütungen individuell angeboten.
Für Beratung, ERP-Projektleitung und individuelle Automatisierungs- oder Integrationsleistungen werden Vergütung, Abrechnungsgrundlage, Zahlungsplan sowie gegebenenfalls Reise-, Lizenz-, Hosting- und sonstige Nebenkosten im Angebot vereinbart. Aus den Preisen anderer Leistungsarten ergeben sich keine Preise oder Mindestabnahmen für diese Leistungen.
Mitwirkung bei Beratungs- und Umsetzungsprojekten. Der Kunde benennt fachliche Ansprechpartner und Entscheidungsverantwortliche und stellt die für den vereinbarten Auftrag erforderlichen Informationen, Unterlagen und rechtmäßig gewährten Zugänge bereit. Die Parteien stimmen benötigte Testdaten, Testumgebungen, Berechtigungen sowie Freigabe- und Dokumentationswege ab. Zugriffsrechte sind auf den erforderlichen Umfang zu beschränken; geltende Vorgaben zur Funktionstrennung sind auch bei Tests zu beachten. Erkennt Aurora eine wesentliche Lücke oder einen Widerspruch in diesen Voraussetzungen, weist Aurora den Kunden darauf hin. Auswirkungen auf Umfang, Termine oder Aufwand werden abgestimmt; zusätzliche Leistungen bedürfen einer Vereinbarung. Die Verantwortung von Aurora für die eigenen Leistungen bleibt unberührt.
Die folgenden Regelungen zu Prozesspostfächern, vorbereiteten Aktionen und deren Freigabe gelten für ausdrücklich beauftragte CapacityOS-Prozessmodule. Zugänge, Weisungen und Freigaberechte in anderen Beratungs- und Umsetzungsprojekten werden im jeweiligen Auftrag und gegebenenfalls im zugehörigen AVV geregelt.
Je nach Auftrag werden die vereinbarten Abläufe entweder (a) über von Aurora bereitgestellte Prozesspostfächer ausgeführt, an die der Kunde die betreffenden Nachrichten weiterleitet, oder (b) über Zugänge zu eigenen Systemen des Kunden (z. B. Postfach, Ordner, Kennzeichnung oder anderes System). Für jeden vom Kunden gewährten Zugang gilt:
Jede Freigabe eines benannten Prüfers ist die verbindliche Weisung des Kunden an Aurora, die freigegebene Aktion auszuführen (z. B. die freigegebene Antwort an den benannten Empfänger zu senden). Für den geschäftlichen Inhalt einer vom Kunden freigegebenen Aktion ist Aurora nicht verantwortlich, sofern Aurora sie wie freigegeben ausgeführt hat.
Dieser Abschnitt betrifft vereinbarte KI-Funktionen. Soweit die folgenden Aussagen Freigabeoberflächen, Kennzeichnungen oder andere Funktionen von CapacityOS beschreiben, gelten sie nur für die entsprechend beauftragten CapacityOS-Leistungen. Für individuelle Lösungen werden der vorgesehene KI-Einsatz, menschliche Kontrolle, zulässige Einsatzbereiche und erforderliche Transparenzmaßnahmen anhand der konkreten Funktion und Nutzung festgelegt. Ein Beratungs- oder Umsetzungsauftrag umfasst nicht automatisch den Einsatz von KI zur Verarbeitung von Kundendaten. Die für den tatsächlichen Einsatz geltenden gesetzlichen Pflichten bleiben unberührt.
Aurora verarbeitet personenbezogene Daten nach Maßgabe der Datenschutzerklärung. Die datenschutzrechtlichen Rollen richten sich nach der tatsächlichen Ausgestaltung des jeweiligen Auftrags. Soweit Aurora personenbezogene Daten im Auftrag des Kunden verarbeitet, schließen die Parteien vor Beginn dieser Verarbeitung einen AVV nach Art. 28 DSGVO. Für ausdrücklich beauftragte CapacityOS-Prozessmodule steht der entsprechende Standard-AVV von Aurora zur Verfügung. Für andere Beratungs-, Automatisierungs- und Integrationsleistungen werden erforderlichenfalls ein auf den Auftrag zugeschnittener AVV und die zugehörigen Angaben zu Verarbeitung, Schutzmaßnahmen und Unterauftragsverarbeitern vereinbart. Die Beauftragung einer Beratungs- oder Umsetzungsleistung allein begründet keine Freigabe zur Nutzung von Aurora CapacityOS, externen KI-Diensten oder sonstigen nicht vereinbarten Verarbeitungsdiensten für Kundendaten.
Projektunterlagen. An den für den Kunden im Rahmen einer Beratungs- oder Umsetzungsleistung erstellten und übergebenen Projektunterlagen erhält der Kunde nach vollständiger Zahlung der hierfür geschuldeten Vergütung ein einfaches, zeitlich unbeschränktes Nutzungsrecht für eigene geschäftliche Zwecke. Dies umfasst die Bearbeitung sowie die Weitergabe an die am Projekt beteiligten Dienstleister des Kunden für diese Zwecke. Rechte an bereits vorhandenen Methoden, Vorlagen und Werkzeugen sowie Rechte Dritter bleiben unberührt. Soweit solche Bestandteile in Projektunterlagen enthalten sind, umfasst das Nutzungsrecht ihre Nutzung als Bestandteil dieser Unterlagen. Weitergehende Rechte können im Angebot vereinbart werden.
Für Beratungs- und individuelle Umsetzungsleistungen werden Laufzeit, vereinbarter Einsatzumfang und Kündigungsregelungen im Angebot festgelegt. Soweit keine wirksame abweichende Vereinbarung besteht, gelten die gesetzlichen Regelungen. Die Parteien stimmen bei Beendigung die Übergabe des aktuellen Arbeitsstands, offener Punkte und vereinbarter Projektunterlagen sowie die Rückgabe oder Löschung von Daten und die Beendigung von Zugängen ab. Vergütungsfolgen richten sich nach dem Auftrag und dem anwendbaren Recht. Die nachstehenden Regelungen zur Deaktivierung von CapacityOS-Prozessmodulen gelten nur für deren ausdrücklich beauftragten Betrieb. Eine kundeneigene oder separat übergebene Lösung wird dadurch nicht automatisch deaktiviert.
Die folgenden Zusagen zu automatisierter Überwachung, Verfügbarkeit und Wartung betreffen ausschließlich den ausdrücklich beauftragten CapacityOS-Betrieb. Für andere Lösungen werden Betrieb, Überwachung, Wartung, Erreichbarkeit, Einsatzzeiten und Unterstützung im Angebot vereinbart; aus einer Umsetzung allein entsteht keine entsprechende Zusage.
Ist der Kunde ausnahmsweise Verbraucher in der EU oder im EWR (§ 13 BGB), gilt das gesetzliche 14-tägige Widerrufsrecht (§ 355 BGB). Bei entgeltlichen Dienstleistungen erlischt ein bestehendes Widerrufsrecht nicht allein mit dem Beginn der Leistung. Ein vorzeitiges Erlöschen bei vollständiger Leistungserbringung setzt die gesetzlich erforderlichen vorherigen Zustimmungen und Bestätigungen voraus. Maßgeblich sind die für den jeweiligen Vertrag geltenden gesetzlichen Voraussetzungen und die vor Vertragsschluss bereitgestellte Widerrufsbelehrung. Einzelheiten und Verfahren: Erstattungsrichtlinie.
Der Kunde stellt Aurora von Ansprüchen Dritter einschließlich angemessener Rechtsverteidigungskosten frei, die entstehen aus (a) einem Verstoß des Kunden gegen diese AGB; (b) Zugängen, die der Kunde (oder ein von ihm autorisierter Endkunde) nicht gewähren durfte; (c) Ansprüchen eines Endkunden oder sonstigen Dritten aus einer Aktion, die die Leistungen aufgrund einer Freigabe des Kunden oder eines von ihm autorisierten Prüfers ausgeführt haben (jede solche Freigabe ist die Weisung des Kunden); oder (d) einer rechtswidrigen Nutzung von Arbeitsergebnissen durch den Kunden, einschließlich der untersagten Nutzungen nach § 7. Die Freistellung gilt nicht, soweit der Anspruch auf einer eigenen Pflichtverletzung von Aurora oder einem Verstoß von Aurora gegen Datenschutzrecht beruht.
Jede Partei schützt vertrauliche Informationen der anderen Partei (einschließlich der Geschäftsdaten des Kunden und der technischen und kaufmännischen Informationen von Aurora) mindestens mit der Sorgfalt eines ordentlichen Kaufmanns, nutzt sie nur zur Durchführung des jeweiligen Auftrags und gibt sie nur an Personen weiter, die sie benötigen und zur Vertraulichkeit verpflichtet sind. Gesetzliche Offenlegungspflichten bleiben unberührt. Diese Pflicht gilt auch nach Ende des Auftrags fort.
Keine Partei haftet für Verzögerungen oder Ausfälle aufgrund von Umständen außerhalb ihrer zumutbaren Kontrolle (höhere Gewalt), einschließlich Naturkatastrophen, Krieg, behördlicher Maßnahmen, Pandemien, Telekommunikations- oder Stromausfällen sowie Ausfällen externer KI- oder Cloud-Infrastrukturanbieter, sofern die betroffene Partei die andere informiert und Schäden zumutbar mindert.
Aurora AI Solutions Studio UG (haftungsbeschränkt)
Friedhofstr. 10, 70191 Stuttgart
Amtsgericht Stuttgart, HRB 805284 · USt-IdNr. DE463430205
E-Mail: info@helloaurora.ai
Web: helloaurora.ai