Aurora LogoAurora
Startseite Impressum Datenschutz Englische Fassung

Allgemeine Geschäftsbedingungen

Stand: 29. Oktober 2026 · Englische Fassung

Sprachfassungen. Diese AGB liegen in deutscher und englischer Fassung vor. Für Kunden mit Sitz in Deutschland ist die deutsche Fassung maßgeblich; im Übrigen die englische Fassung, sofern das Angebot nichts anderes bestimmt.

§ 1 Geltungsbereich und Vertragsparteien

Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen („AGB“) gelten für die Leistungen der Aurora AI Solutions Studio UG (haftungsbeschränkt), Friedhofstr. 10, 70191 Stuttgart, eingetragen beim Amtsgericht Stuttgart unter HRB 805284, USt-IdNr. DE463430205 („Aurora“, „wir“).

Aurora erbringt Prozessberatung, KI-Prozessanalysen mit Umsetzungsfahrplan, kundenseitige ERP-Projektleitung sowie die Konzeption und Umsetzung individueller Prozessautomatisierungen und Integrationen. Wartung, Unterstützung und laufender Betrieb können gesondert vereinbart werden. Art und Umfang der beauftragten Leistungen ergeben sich aus dem individuellen Angebot. Der Auftrag kann Leistungen ohne KI sowie Leistungen mit ausdrücklich vereinbartem KI-Einsatz umfassen. Die Nutzung von Aurora CapacityOS, einer bestimmten technischen Engine, eines Dashboards, einer bestimmten Hosting-Umgebung oder eines Modellanbieters ist nicht automatisch Bestandteil des Auftrags. CapacityOS-spezifische Regelungen gelten ausschließlich für ausdrücklich beauftragte CapacityOS-Leistungen.

Mit Abschluss eines Auftrags (§ 3) oder der Nutzung einer von Aurora bereitgestellten Oberfläche erkennt der Kunde diese AGB an. Die Leistungen richten sich an Unternehmer im Sinne des § 14 BGB. Nutzt ausnahmsweise ein Verbraucher (§ 13 BGB) die Leistungen, gelten ergänzend die zwingenden Verbraucherschutzvorschriften (§ 12).

Selbstständig angebotene Softwareprodukte von Aurora mit eigenen Nutzungsbedingungen, etwa ChaseList (chaselist.helloaurora.ai), unterliegen ausschließlich diesen eigenen Bedingungen; diese AGB gelten für sie nicht.

§ 2 Die Leistung

2.1 CapacityOS-Leistungen

Die folgenden Funktionsbeschreibungen gelten nur für ausdrücklich beauftragte CapacityOS-Prozessmodule und im vereinbarten Umfang. Sie beschreiben nicht pauschal andere individuelle Automatisierungs- oder Integrationsleistungen.

Die über Aurora CapacityOS betriebenen Prozessmodule umfassen:

  • automatisierte Abläufe, die Aurora für den Kunden einrichtet und betreibt. Sie führen den vereinbarten Routineprozess durchgängig aus: eingehende Nachrichten und Dokumente lesen, diese anhand benannter Referenzunterlagen mit Quellenangaben prüfen, fehlende Angaben anfordern und Antwortentwürfe erstellen;
  • eine Freigabeoberfläche, in der die vom Kunden benannten Prüfer jede vorbereitete Handlung einschließlich ihrer Quellen und des zugehörigen Prüfprotokolls einsehen, freigeben, bearbeiten oder ablehnen können. Keine an Kunden oder andere externe Empfänger gerichtete Nachricht wird ohne ausdrückliche menschliche Freigabe versendet. Vor dem Versand wird der Empfänger angezeigt. Davon ausgenommen ist ausschließlich eine automatisch versendete Eingangsbestätigung mit festem, nicht durch KI erstelltem Text, die keine Angaben zum jeweiligen Vorgang enthält und als maschinell erstellt gekennzeichnet ist;
  • einen Lernkreislauf: Korrekturen und Ablehnungsgründe der Prüfer werden nach Bestätigung in feste Regeln überführt, die das Prozessmodul künftig beachtet. Diese Regeln sind für den Kunden einsehbar und änderbar;
  • Ausführungsprotokolle: Jeder Durchlauf wird Schritt für Schritt dokumentiert. Festgehalten wird insbesondere, was gelesen, geprüft und entworfen wurde und wer die Freigabe erteilt hat. Die Protokolle werden als Teil der Leistungsdokumentation aufbewahrt.

Die konkreten Abläufe, die überwachten Postfächer oder Kanäle, die verwendeten Referenzunterlagen und die freigabeberechtigten Personen werden für jeden Auftrag gesondert festgelegt (§ 3). Aurora darf die zugrunde liegende technische Plattform, die Modelle und die Infrastruktur jederzeit weiterentwickeln, sofern der vereinbarte Leistungsumfang erhalten bleibt.

2.2 ERP-Projektleitung und Prozessberatung

Je nach Auftrag unterstützt Aurora den Kunden bei der Klärung von Anforderungen und Verantwortlichkeiten, der Projektsteuerung und der Abstimmung mit Umsetzungspartnern. Zum vereinbarten Umfang können außerdem die Vorbereitung einer Datenmigration, etwa für Bestände, Finanzdaten oder Anlagen, die Organisation, Begleitung und Dokumentation von Anwenderabnahmetests (UAT), Schulungs- und Veränderungsmaßnahmen sowie die Vorbereitung von Entscheidungen über die Produktivsetzung gehören. Diese Beispiele sind kein pauschal zugesagter Leistungsumfang.

Das Angebot beschreibt die vereinbarten Tätigkeiten und Arbeitsergebnisse. Soweit ein bestimmter abnahmefähiger Erfolg geschuldet wird, sind dieser und die zugehörigen Abnahmekriterien im Auftrag festzulegen. Maßgeblich sind der vereinbarte Leistungsinhalt und die gesetzlichen Vorschriften, nicht allein die Bezeichnung des Auftrags.

Die Verantwortung eines Umsetzungspartners für dessen technische Leistungen bleibt unberührt. Fachliche Freigaben und Entscheidungen über die Produktivsetzung verbleiben bei den dafür benannten Verantwortlichen des Kunden. Aurora bleibt für die ordnungsgemäße Erbringung der eigenen vereinbarten Leistungen verantwortlich. Eine fachliche UAT-Freigabe ist nicht ohne Weiteres die rechtsgeschäftliche Abnahme einer Leistung von Aurora oder eines Umsetzungspartners.

2.3 Individuelle Automatisierung und Integration

Umfang, Zielsysteme, Schnittstellen, Datenflüsse, vereinbarte Funktionen und Arbeitsergebnisse werden im Angebot oder einer zugehörigen Leistungsbeschreibung festgelegt. Dies umfasst gegebenenfalls eine individuell entwickelte Oberfläche; ein Dashboard ist keine Voraussetzung. Ebenso werden die Zuständigkeiten für Bereitstellung, Hosting, Betrieb, Wartung, Support und erforderliche Lizenzen vereinbart. Diese Aufgaben können je nach Auftrag bei Aurora, dem Kunden oder beauftragten Dritten liegen. Laufender Betrieb durch Aurora ist nicht automatisch Bestandteil einer Umsetzung.

Soweit ein bestimmtes abnahmefähiges Ergebnis geschuldet ist, werden Leistungsumfang, Abnahmekriterien, Testvoraussetzungen und Übergabe im Auftrag konkretisiert. Die rechtliche Einordnung richtet sich nach dem vereinbarten Leistungsinhalt und dem anwendbaren Recht. Eine Abnahme der Leistungen von Aurora ersetzt keine eigenständige fachliche oder sicherheitsbezogene Freigabe für die Produktivsetzung beim Kunden.

Der Einsatz von KI, externen Modellschnittstellen oder CapacityOS sowie erforderliche menschliche Prüf- und Freigabeschritte werden, soweit vorgesehen, ausdrücklich festgelegt. Aus Beschreibungen bestehender CapacityOS-Funktionen ergibt sich keine Zusage gleicher Funktionen für eine individuelle Lösung.

§ 3 Leistungsarten, Angebote und Vertragsschluss

Die Leistungen werden über ein individuelles schriftliches Angebot oder eine Auftragsbestätigung vereinbart. Dies schließt Angebote über unsere Rechnungsplattform oder per E-Mail ein; nachfolgend werden sie jeweils als „Angebot“ bezeichnet. Inhalte auf helloaurora.ai sind eine Aufforderung zur Anfrage, kein bindendes Angebot. Der Vertrag kommt zustande, wenn der Kunde ein Angebot in Textform annimmt oder beide Parteien ein Vertragsdokument unterzeichnen.

Aurora bietet derzeit folgende Leistungsarten an:

  • Prozessberatung und Analyse: Beratung oder Analyse mit dem im Angebot beschriebenen Umfang und den vereinbarten Unterlagen oder Empfehlungen. Eine beauftragte KI-Prozessanalyse endet mit der Übergabe des vereinbarten Fahrplans und der zugehörigen Unterlagen. Es besteht keine Verpflichtung zu einer späteren Umsetzung; eine Anrechnung der Analysevergütung erfolgt nur, wenn sie ausdrücklich vereinbart ist.
  • ERP-Projektleitung und Prozessberatung: projektbezogene Unterstützung mit vereinbartem Umfang, Arbeitsergebnissen, Einsatzumfang, Zeitraum und Vergütungsmodell. Eine vorherige KI-Prozessanalyse oder die Beauftragung einer Automatisierung ist keine Voraussetzung.
  • Individuelle Automatisierung und Integration: Konzeption oder Umsetzung einer auf den Kunden zugeschnittenen Lösung mit vereinbartem Umfang, technischen Zuständigkeiten und gegebenenfalls Meilensteinen und Abnahmekriterien.
  • CapacityOS-Leistungen: Einrichtung und gegebenenfalls Betrieb ausdrücklich beauftragter CapacityOS-Prozessmodule nach den hierfür vereinbarten Leistungsbeschreibungen.
  • Wartung, Unterstützung und Betrieb: nur im ausdrücklich vereinbarten Umfang, für die vereinbarte Dauer und gegen die vereinbarte Vergütung. Eine Umsetzung allein begründet keinen laufenden Betriebsvertrag.

Weicht ein Angebot von diesen AGB ab, geht das Angebot vor. Soweit Preise nicht ausdrücklich auf helloaurora.ai genannt sind, werden Vergütungen individuell angeboten.

§ 4 Vergütung, Abrechnung und Steuern

  • Zahlungswege. Wiederkehrende Vergütungen für den Betrieb können über unseren Zahlungsdienstleister Stripe eingezogen werden. Einmalige Vergütungen für Analysen, Umsetzungsmodule und Meilensteine sind per Rechnung zum dort genannten Fälligkeitsdatum zahlbar. Aurora speichert keine Kreditkarten- oder Kontodaten; Zahlungsdaten verarbeitet Stripe (siehe Datenschutzerklärung).
  • Steuern. Alle Vergütungen verstehen sich zuzüglich gesetzlicher Umsatzsteuer. Die USt-IdNr. von Aurora lautet DE463430205 und steht auf jeder Rechnung.
  • Zahlungsverzug. Es gelten die gesetzlichen Verzugsregeln (§§ 286, 288 BGB). Bei fälligen, unbestrittenen Rechnungen darf Aurora die Leistungen nach angemessener Ankündigung aussetzen.
  • Preisänderungen. Beim laufenden Betrieb darf Aurora die Monatsvergütung mit einer Frist von mindestens sechs Wochen zum Ende eines Monatszeitraums anpassen; der Kunde kann zum Wirksamwerden der Änderung kündigen.
  • Erstattungen. Es gilt die Erstattungsrichtlinie, die Bestandteil dieser AGB ist.

Für Beratung, ERP-Projektleitung und individuelle Automatisierungs- oder Integrationsleistungen werden Vergütung, Abrechnungsgrundlage, Zahlungsplan sowie gegebenenfalls Reise-, Lizenz-, Hosting- und sonstige Nebenkosten im Angebot vereinbart. Aus den Preisen anderer Leistungsarten ergeben sich keine Preise oder Mindestabnahmen für diese Leistungen.

§ 5 Mitwirkungspflichten des Kunden

  • Zugänge und Unterlagen für CapacityOS-Leistungen. Der Kunde stellt in der vereinbarten Form die Postfach- oder Kanalzugänge, Referenzdokumente und Geschäftsregeln bereit, die das Prozessmodul benötigt (§ 6). Für die Richtigkeit der bereitgestellten Unterlagen ist der Kunde verantwortlich; eingehende Vorgänge werden anhand dieser Unterlagen geprüft.
  • Prüfer für CapacityOS-Leistungen. Der Kunde benennt die Personen, die vorbereitete Aktionen freigeben, bearbeiten oder ablehnen dürfen, und hält deren Zugangsdaten geheim. Handlungen benannter Prüfer werden dem Kunden zugerechnet.
  • Zeitnahe Prüfung bei CapacityOS-Leistungen. Vorbereitete Handlungen warten im vorgesehenen Freigabeschritt auf eine Entscheidung. Ergebnisse, die von der Prüfung des Kunden abhängen (z. B. Antworten am selben Tag), setzen voraus, dass der Kunde offene Punkte innerhalb angemessener Zeit entscheidet.
  • Rechtmäßige Nutzung. Der Kunde nutzt die Leistungen nur für rechtmäßige Zwecke und im Einklang mit den für sein eigenes Geschäft geltenden Pflichten (Berufsrecht, Branchenregulierung, Werbe- und Einwilligungsrecht für freigegebene ausgehende Inhalte).

Mitwirkung bei Beratungs- und Umsetzungsprojekten. Der Kunde benennt fachliche Ansprechpartner und Entscheidungsverantwortliche und stellt die für den vereinbarten Auftrag erforderlichen Informationen, Unterlagen und rechtmäßig gewährten Zugänge bereit. Die Parteien stimmen benötigte Testdaten, Testumgebungen, Berechtigungen sowie Freigabe- und Dokumentationswege ab. Zugriffsrechte sind auf den erforderlichen Umfang zu beschränken; geltende Vorgaben zur Funktionstrennung sind auch bei Tests zu beachten. Erkennt Aurora eine wesentliche Lücke oder einen Widerspruch in diesen Voraussetzungen, weist Aurora den Kunden darauf hin. Auswirkungen auf Umfang, Termine oder Aufwand werden abgestimmt; zusätzliche Leistungen bedürfen einer Vereinbarung. Die Verantwortung von Aurora für die eigenen Leistungen bleibt unberührt.

§ 6 Postfächer, delegierte Zugänge und Weisungen

Die folgenden Regelungen zu Prozesspostfächern, vorbereiteten Aktionen und deren Freigabe gelten für ausdrücklich beauftragte CapacityOS-Prozessmodule. Zugänge, Weisungen und Freigaberechte in anderen Beratungs- und Umsetzungsprojekten werden im jeweiligen Auftrag und gegebenenfalls im zugehörigen AVV geregelt.

Je nach Auftrag werden die vereinbarten Abläufe entweder (a) über von Aurora bereitgestellte Prozesspostfächer ausgeführt, an die der Kunde die betreffenden Nachrichten weiterleitet, oder (b) über Zugänge zu eigenen Systemen des Kunden (z. B. Postfach, Ordner, Kennzeichnung oder anderes System). Für jeden vom Kunden gewährten Zugang gilt:

  • Der Kunde sichert zu, dass er den Zugang gewähren und die vereinbarten Abläufe auf den darüber erreichbaren Daten ausführen lassen darf.
  • Werden Daten der eigenen Kunden des Kunden („Endkunden“) im vereinbarten Ablauf verarbeitet, sichert der Kunde zu, dass sein Verhältnis zu diesen Endkunden die Verarbeitung erlaubt; er bleibt ihnen gegenüber verantwortlich.
  • Der Kunde kann gewährte Zugänge jederzeit widerrufen; der Widerruf kann das betroffene Prozessmodul aussetzen, bis der Zugang wiederhergestellt ist.

Jede Freigabe eines benannten Prüfers ist die verbindliche Weisung des Kunden an Aurora, die freigegebene Aktion auszuführen (z. B. die freigegebene Antwort an den benannten Empfänger zu senden). Für den geschäftlichen Inhalt einer vom Kunden freigegebenen Aktion ist Aurora nicht verantwortlich, sofern Aurora sie wie freigegeben ausgeführt hat.

§ 7 KI-Transparenz und verantwortliche Nutzung (KI-Verordnung, Art. 22 DSGVO)

Dieser Abschnitt betrifft vereinbarte KI-Funktionen. Soweit die folgenden Aussagen Freigabeoberflächen, Kennzeichnungen oder andere Funktionen von CapacityOS beschreiben, gelten sie nur für die entsprechend beauftragten CapacityOS-Leistungen. Für individuelle Lösungen werden der vorgesehene KI-Einsatz, menschliche Kontrolle, zulässige Einsatzbereiche und erforderliche Transparenzmaßnahmen anhand der konkreten Funktion und Nutzung festgelegt. Ein Beratungs- oder Umsetzungsauftrag umfasst nicht automatisch den Einsatz von KI zur Verarbeitung von Kundendaten. Die für den tatsächlichen Einsatz geltenden gesetzlichen Pflichten bleiben unberührt.

  • Menschliche Entscheidung. Die beauftragten CapacityOS-Leistungen erstellen Entwürfe und Empfehlungen; sie handeln nicht selbstständig gegenüber den Kunden des Kunden. Der verbindliche Freigabeschritt durch einen Menschen stellt sicher, dass keine ausschließlich automatisierte Entscheidung mit rechtlicher oder ähnlich erheblicher Wirkung über eine Person ergeht.
  • Maschinenlesbare Kennzeichnung. Über die CapacityOS-Leistungen versendete Nachrichten tragen maschinenlesbare Kennzeichnungen als KI-unterstützt und menschlich geprüft, im Einklang mit Artikel 50 der KI-Verordnung (Verordnung (EU) 2024/1689).
  • Risikoeinstufung. Nach sorgfältiger eigener Einschätzung von Aurora sind die entsprechend ausgestalteten CapacityOS-Leistungen KI-Systeme mit begrenztem Risiko im Sinne der KI-Verordnung. Dokumentation hierzu auf Anfrage: info@helloaurora.ai.
  • Untersagte Nutzungen. Der Kunde darf die CapacityOS-Leistungen nicht für Zwecke einsetzen, durch die sie einer Hochrisiko-Kategorie nach Anhang III der KI-Verordnung zuzuordnen wären. Insbesondere dürfen die Ergebnisse der CapacityOS-Prozessmodule nicht für automatisierte Entscheidungen über Kreditwürdigkeit, Versicherungsfähigkeit oder -tarifierung, Beschäftigung oder den Zugang zu wesentlichen Diensten verwendet werden. Die beauftragten CapacityOS-Leistungen dienen der Erfassung und Vorbereitung von Dokumenten; sie führen weder Bewertungen von Personen noch automatisierte Bewilligungen oder Ablehnungen durch. Beabsichtigt der Kunde einen Einsatz in einem solchen Grenzbereich, muss die Ausgestaltung zuvor schriftlich mit Aurora abgestimmt werden.
  • Weitergabepflichten. Verbreitet der Kunde KI-unterstützte Ausgaben an eigene Zielgruppen, bleiben zusätzliche eigene Kennzeichnungspflichten seine Verantwortung.

§ 8 Datenschutz

Aurora verarbeitet personenbezogene Daten nach Maßgabe der Datenschutzerklärung. Die datenschutzrechtlichen Rollen richten sich nach der tatsächlichen Ausgestaltung des jeweiligen Auftrags. Soweit Aurora personenbezogene Daten im Auftrag des Kunden verarbeitet, schließen die Parteien vor Beginn dieser Verarbeitung einen AVV nach Art. 28 DSGVO. Für ausdrücklich beauftragte CapacityOS-Prozessmodule steht der entsprechende Standard-AVV von Aurora zur Verfügung. Für andere Beratungs-, Automatisierungs- und Integrationsleistungen werden erforderlichenfalls ein auf den Auftrag zugeschnittener AVV und die zugehörigen Angaben zu Verarbeitung, Schutzmaßnahmen und Unterauftragsverarbeitern vereinbart. Die Beauftragung einer Beratungs- oder Umsetzungsleistung allein begründet keine Freigabe zur Nutzung von Aurora CapacityOS, externen KI-Diensten oder sonstigen nicht vereinbarten Verarbeitungsdiensten für Kundendaten.

§ 9 Geistiges Eigentum

  • Vorhandene Technologie und individuelle Lösungen. Rechte an bereits vorhandener Technologie, Methoden, Vorlagen und Werkzeugen von Aurora bleiben bei Aurora. Nutzungsrechte an ausdrücklich beauftragten CapacityOS-Oberflächen gelten im dafür vereinbarten Umfang. Bei individueller Software, Schnittstellen, Dashboards oder sonstigen kundenspezifischen technischen Arbeitsergebnissen regelt das Angebot die Nutzungsrechte, die Übergabe von Quellcode und Dokumentation sowie gegebenenfalls Rechte Dritter. Aus der Beauftragung einer individuellen Lösung folgt weder deren Einordnung als CapacityOS noch eine pauschale Übertragung aller Rechte an vorhandenen Bestandteilen.
  • Unterlagen des Kunden. Daten, Dokumente und Referenzmaterial des Kunden bleiben beim Kunden. Aurora nutzt sie nur zur Erbringung der vereinbarten Leistungen.
  • Arbeitsergebnisse. Freigegebene Arbeitsergebnisse der CapacityOS-Prozessmodule (z. B. versendete Antworten oder aufbereitete Unterlagen) darf der Kunde in seinem Geschäft frei verwenden. Aus Korrekturen des Kunden abgeleitete Regeln gehören zur kundenspezifischen Konfiguration; Aurora verwendet Regeln, Dokumente oder Daten eines Kunden nicht für andere Kunden.
  • Verbesserungsvorschläge. Allgemeine Verbesserungsvorschläge darf Aurora nutzen, ohne dadurch zur Weiterentwicklung der Leistungen verpflichtet zu sein.

Projektunterlagen. An den für den Kunden im Rahmen einer Beratungs- oder Umsetzungsleistung erstellten und übergebenen Projektunterlagen erhält der Kunde nach vollständiger Zahlung der hierfür geschuldeten Vergütung ein einfaches, zeitlich unbeschränktes Nutzungsrecht für eigene geschäftliche Zwecke. Dies umfasst die Bearbeitung sowie die Weitergabe an die am Projekt beteiligten Dienstleister des Kunden für diese Zwecke. Rechte an bereits vorhandenen Methoden, Vorlagen und Werkzeugen sowie Rechte Dritter bleiben unberührt. Soweit solche Bestandteile in Projektunterlagen enthalten sind, umfasst das Nutzungsrecht ihre Nutzung als Bestandteil dieser Unterlagen. Weitergehende Rechte können im Angebot vereinbart werden.

§ 10 Laufzeit und Kündigung

  • Aufträge zur Analyse oder Umsetzung eines Prozessmoduls enden mit vollständiger Erbringung des vereinbarten Leistungsumfangs oder zu dem im Angebot bestimmten Zeitpunkt.
  • Der Betrieb läuft für die im Angebot festgelegte Dauer. Sieht das Angebot eine monatliche Verlängerung vor, kann jede Partei in Textform zum Ende des laufenden Monatszeitraums kündigen, sofern das Angebot keine abweichende Frist oder Mindestlaufzeit bestimmt.
  • Die außerordentliche Kündigung aus wichtigem Grund bleibt für beide Parteien unberührt.

Für Beratungs- und individuelle Umsetzungsleistungen werden Laufzeit, vereinbarter Einsatzumfang und Kündigungsregelungen im Angebot festgelegt. Soweit keine wirksame abweichende Vereinbarung besteht, gelten die gesetzlichen Regelungen. Die Parteien stimmen bei Beendigung die Übergabe des aktuellen Arbeitsstands, offener Punkte und vereinbarter Projektunterlagen sowie die Rückgabe oder Löschung von Daten und die Beendigung von Zugängen ab. Vergütungsfolgen richten sich nach dem Auftrag und dem anwendbaren Recht. Die nachstehenden Regelungen zur Deaktivierung von CapacityOS-Prozessmodulen gelten nur für deren ausdrücklich beauftragten Betrieb. Eine kundeneigene oder separat übergebene Lösung wird dadurch nicht automatisch deaktiviert.

  • Folgen. Mit Beendigung deaktiviert Aurora die betroffenen Prozessmodule. Der Umgang mit Daten richtet sich nach § 8 und dem AVV (Rückgabe oder Löschung, vorbehaltlich gesetzlicher Aufbewahrungspflichten). Vergütungen für bereits begonnene Zeiträume richten sich nach der Erstattungsrichtlinie.

§ 11 Verfügbarkeit, Unterstützung und Änderungen

Die folgenden Zusagen zu automatisierter Überwachung, Verfügbarkeit und Wartung betreffen ausschließlich den ausdrücklich beauftragten CapacityOS-Betrieb. Für andere Lösungen werden Betrieb, Überwachung, Wartung, Erreichbarkeit, Einsatzzeiten und Unterstützung im Angebot vereinbart; aus einer Umsetzung allein entsteht keine entsprechende Zusage.

  • Aurora überwacht die Leistungen fortlaufend automatisiert, lässt sich bei Störungen benachrichtigen und behebt diese ohne schuldhaftes Zögern. Sofern im Angebot keine bestimmte Dienstgüte vereinbart ist, garantiert Aurora keine feste Verfügbarkeitsquote.
  • Geplante Wartungsarbeiten werden angekündigt, soweit sie die Prozessmodule des Kunden betreffen.
  • Technische Unterstützung ist an deutschen Werktagen per E-Mail an info@helloaurora.ai erreichbar.
  • Aurora kann diese AGB mit Wirkung für die Zukunft mit einer Frist von mindestens sechs Wochen in Textform ändern; widerspricht der Kunde nicht vor Wirksamwerden und hat Aurora auf diese Folge hingewiesen, gilt die Änderung für den laufenden Betrieb als angenommen. Wesentliche Änderungen eines vereinbarten Leistungsumfangs bedürfen stets der Zustimmung des Kunden.

§ 12 Widerrufsrecht für Verbraucher

Ist der Kunde ausnahmsweise Verbraucher in der EU oder im EWR (§ 13 BGB), gilt das gesetzliche 14-tägige Widerrufsrecht (§ 355 BGB). Bei entgeltlichen Dienstleistungen erlischt ein bestehendes Widerrufsrecht nicht allein mit dem Beginn der Leistung. Ein vorzeitiges Erlöschen bei vollständiger Leistungserbringung setzt die gesetzlich erforderlichen vorherigen Zustimmungen und Bestätigungen voraus. Maßgeblich sind die für den jeweiligen Vertrag geltenden gesetzlichen Voraussetzungen und die vor Vertragsschluss bereitgestellte Widerrufsbelehrung. Einzelheiten und Verfahren: Erstattungsrichtlinie.

§ 13 Gewährleistung und Haftung

  • Eigenschaften KI-erzeugter Ergebnisse. Soweit die vereinbarte Lösung KI nutzt, können deren Ausgaben Fehler enthalten. Prüfverfahren, Quellenanzeige und menschliche Kontroll- oder Freigabeschritte richten sich nach dem vereinbarten Einsatz und der Leistungsbeschreibung. Für ausdrücklich beauftragte CapacityOS-Prozessmodule gelten zusätzlich die dafür vereinbarten Kontroll- und Freigabefunktionen. Aus diesen Funktionsbeschreibungen folgt keine entsprechende Zusage für andere Lösungen. Die Verantwortung von Aurora für die ordnungsgemäße Erbringung eigener Leistungen und zwingende gesetzliche Pflichten bleiben unberührt.
  • Unbeschränkte Haftung besteht für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit, für Verletzungen von Leben, Körper oder Gesundheit, nach dem Produkthaftungsgesetz sowie bei ausdrücklich übernommenen Garantien.
  • Einfache Fahrlässigkeit. Bei einfacher Fahrlässigkeit haftet Aurora nur für die Verletzung wesentlicher Vertragspflichten. Dies sind Pflichten, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertraut. Die Haftung ist auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt, höchstens jedoch auf die vom Kunden in den zwölf (12) Monaten vor dem schadensauslösenden Ereignis gezahlten Vergütungen.
  • Ausschlüsse. Vorbehaltlich des Vorstehenden ist die Haftung für mittelbare Schäden, entgangenen Gewinn und Datenverluste, die durch zumutbare Datensicherung des Kunden vermeidbar gewesen wären, ausgeschlossen. Aurora haftet nicht für den geschäftlichen Inhalt vom Kunden freigegebener Aktionen (§ 6) oder für Folgen unrichtiger oder unvollständiger vom Kunden bereitgestellter Unterlagen.
  • Die vorstehenden Beschränkungen gelten auch zugunsten der gesetzlichen Vertreter und Erfüllungsgehilfen von Aurora.

§ 14 Freistellung

Der Kunde stellt Aurora von Ansprüchen Dritter einschließlich angemessener Rechtsverteidigungskosten frei, die entstehen aus (a) einem Verstoß des Kunden gegen diese AGB; (b) Zugängen, die der Kunde (oder ein von ihm autorisierter Endkunde) nicht gewähren durfte; (c) Ansprüchen eines Endkunden oder sonstigen Dritten aus einer Aktion, die die Leistungen aufgrund einer Freigabe des Kunden oder eines von ihm autorisierten Prüfers ausgeführt haben (jede solche Freigabe ist die Weisung des Kunden); oder (d) einer rechtswidrigen Nutzung von Arbeitsergebnissen durch den Kunden, einschließlich der untersagten Nutzungen nach § 7. Die Freistellung gilt nicht, soweit der Anspruch auf einer eigenen Pflichtverletzung von Aurora oder einem Verstoß von Aurora gegen Datenschutzrecht beruht.

§ 15 Vertraulichkeit und höhere Gewalt

Jede Partei schützt vertrauliche Informationen der anderen Partei (einschließlich der Geschäftsdaten des Kunden und der technischen und kaufmännischen Informationen von Aurora) mindestens mit der Sorgfalt eines ordentlichen Kaufmanns, nutzt sie nur zur Durchführung des jeweiligen Auftrags und gibt sie nur an Personen weiter, die sie benötigen und zur Vertraulichkeit verpflichtet sind. Gesetzliche Offenlegungspflichten bleiben unberührt. Diese Pflicht gilt auch nach Ende des Auftrags fort.

Keine Partei haftet für Verzögerungen oder Ausfälle aufgrund von Umständen außerhalb ihrer zumutbaren Kontrolle (höhere Gewalt), einschließlich Naturkatastrophen, Krieg, behördlicher Maßnahmen, Pandemien, Telekommunikations- oder Stromausfällen sowie Ausfällen externer KI- oder Cloud-Infrastrukturanbieter, sofern die betroffene Partei die andere informiert und Schäden zumutbar mindert.

§ 16 Schlussbestimmungen

  • Anwendbares Recht: das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts (CISG). Für Verbraucher bleiben zwingende Schutzvorschriften ihres gewöhnlichen Aufenthaltsstaats unberührt.
  • Gerichtsstand: Ist der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder hat er keinen allgemeinen Gerichtsstand in Deutschland, ist ausschließlicher Gerichtsstand Stuttgart.
  • Textform (z. B. E-Mail) genügt für alle in diesen AGB vorgesehenen Erklärungen, soweit das Gesetz keine strengere Form verlangt.
  • Salvatorische Klausel: Ist eine Bestimmung dieser AGB unwirksam, bleibt der Rest wirksam; an die Stelle der unwirksamen Bestimmung treten die gesetzlichen Regelungen.
  • Vertragsbestandteile: Diese AGB, das jeweilige Angebot, die Erstattungsrichtlinie, die Datenschutzerklärung und, soweit geschlossen, der AVV bilden die gesamte Vereinbarung für den jeweiligen Auftrag.

§ 17 Kontakt

Aurora AI Solutions Studio UG (haftungsbeschränkt)

Friedhofstr. 10, 70191 Stuttgart

Amtsgericht Stuttgart, HRB 805284 · USt-IdNr. DE463430205

E-Mail: info@helloaurora.ai

Web: helloaurora.ai

Aurora LogoAurora
Startseite Impressum Datenschutz AGB AVV Unterauftragsverarbeiter Erstattungen Kontakt
© 2026 Aurora AI Solutions Studio UG (haftungsbeschränkt) · Stuttgart · Amtsgericht Stuttgart HRB 805284 · USt-IdNr. DE463430205